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Zweite nationale Tagung zur psychischen Gesundheit

Erfolgreiches Netzwerk

Mehrere Bundesstellen, die kantonalen Gesundheitsdirektionen und die Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz veranstalten im Rahmen ihrer Zusammenarbeit zugunsten der psychischen Gesundheit die zweite gemeinsame Tagung.

Depressionen sind sehr häufige psychische Störungen, die mit grossem Leiden für die Betroffenen und ihr Umfeld verbunden sind. Sie führen nicht selten zu erheblichen Behinderungen in Alltag und Beruf. Die jährlichen Folgekosten affektiver Erkrankungen bei Personen im erwerbsfähigen Alter in der Schweiz werden auf über 11 Milliarden Schweizer Franken geschätzt. Etwa ein Drittel davon entsteht direkt durch medizinische Behandlung und soziale Versorgung, zwei Drittel indirekt durch verminderte Produktivität am Arbeitsplatz, Arbeitsabsenzen und Invalidität (Tomonaga et al., 2013; Obsan 2013). Depressionen sind deshalb ein prioritäres gesundheits- und sozialpolitisches Thema. Es ist heute wichtiger denn je aufzuzeigen, wie Organisationen Programme zu psychischer Gesundheit erfolgreich umsetzen und welche menschlichen und monetären Gewinne sie aus dieser Investition erzielen.

In Bern fand deshalb am 27. Juni 2013 die zweite nationale Tagung zur psychischen Gesundheit unter dem Titel „Psychische Gesundheit: Wie kommen wir zu Verständnis und Finanzen?statt. Knapp 170 Fachleute der psychischen Gesundheit haben sich an der Universität Bern getroffen. Die Tagung bot nationalen und regionalen, öffentlichen und privaten Akteuren im Bereich psychische Gesundheit die Gelegenheit zum Informations- und Erfahrungsaustausch. Sie wird jährlich zu einem aktuellen Thema veranstaltet.

Mehrere Bundesstellen aus verschiedenen Sektoren, die Kantone sowie Gesundheitsförderung Schweiz haben sich unter dem Namen „Netzwerk Psychische Gesundheit Schweiz“ zusammen getan, um die psychische Gesundheit in unserem Land zu fördern. Auf dem Hintergrund der steigenden Bedeutung psychischer Störungen für die Wirtschaft ebenso wie für unser Gesundheitswesen ist ein multisektorales und zwischen Bund und Kantonen koordiniertes Vorgehen geplant. Die verbesserte Koordination soll – wie im bundesrätlichen Papier Gesundheit2020 gefordert – auch die verschiedenen Felder entlang der Interventionskette einschliessen: die Förderung und Erhaltung der psychischen Gesundheit, die Prävention psychischer Erkrankungen, und die nachhaltige Wiederherstellung psychischer Gesundheit im Fall einer Erkrankung.

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