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Tragfähige Lösungen entwickeln: Im Team, im Kollegium, in der Klasse

Systemisches Konsensieren als Element der Gesundheitsförderung - hilfreiches Handout

Es soll nicht um Strategien gehen, die mein Gegenüber dazu bewegen zu tun, was ich will, sondern es soll darum gehen, als Gruppe das zu tun, was alle mittragen können.

Ich setze mich nicht für den Erhalt meiner Position ein, sondern für eine Lösung, die von allen akzeptiert wird.

Das Prinzip des Systemischen Konsensierens

  • Bei Gruppenentscheidungen in Konfliktsituationen ist der Vorschlag am tragfähigsten, bei dem es den geringsten Gesamtwiderstand und damit das geringste Konfliktpotenzial in der Gruppe gibt.
  • Systemisches Konsensieren führt zur grösstmöglichen Näherung an den Konsens und hat eine stark konfliktlösende Wirkung.

 

Das Potenzial der Ablehnung
MIT DEM WIDERSTAND GEHEN

  • Wir würdigen den Widerstand nicht einfach, indem wir sagen, er sei wichtig. Sondern wir bitten denjenigen, der ihn zeigt, ihn zu erklären. Dieses Bitten ist einerseits ein Zeichen von Achtung und Wertschätzung und es gibt dem Widerstand eine Gestalt. Er wird dadurch fassbar. Und es führt eine Skala ein, die es erlaubt, ihn zu differenzieren.
  • Das schafft Raum für Zwischentöne, Nuancen, aus denen neue und kreative Lösungen entstehen können.

Darin besteht der eigentliche Dreh: Das Systemische Konsensieren setzt gerade dort an und entfaltet damit das Potenzial der Ablehnung.

Kollektive Intelligenz nutzen

Systemisches Konsensieren führt zu der von Schrotta (2016) ausgeführten kollektiven Intelligenz. Damit ist gemeint, dass eine Gruppe von Menschen gemeinsam ein besseres Resultat zustande bringen, als jeder Einzelne dazu beigetragen hat. Kollektive Intelligenz entsteht, wenn Menschen ihr Gegenüber auf Augenhöhe betrachten und das, was es vorbringt, gelten lassen, auch wenn es Widerstand äussert.

Text von Karin Joachim 2019, PHBern, IWM, Dozentin KSE - mit herzlichem Dank!

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