Workshop 1

Workshop 1: Titel: Bodytalk PEP und Papperla PEP: Psychische Gesundheit, Selbstwert und emotionale Kompetenzen bei Kindern und Jugendlichen fördern Weitere Informationen: www.pepinfo.ch   Workshop Verantwortliche: Brigitte Rychen MAS FHZ P&G, Thea Rytz M.A., Körperpsychotherapeutin  Sprache: deutsch  An der Netzwerktagung stellen wir Inhalte und Haltungen der beiden Projekte Bodytalk PEP und Papperla PEP vor und zeigen, in welchen Kontexten wir diese in der deutschen Schweiz multiplizieren.  Fachpersonen des Vereins PEP (Prävention Essstörungen Praxisnah) bieten seit 2005 in der ganzen deutschen Schweiz Bodytalk PEP Workshops für Jugendliche und junge Erwachsene zur Stärkung der Körperzufriedenheit und des Selbstwertgefühls an.  In verschiedenen Studien und Untersuchungen wurden die Zusammenhänge zwischen Körperzufriedenheit und Selbstwertgefühl deutlich. Nach Slade (1994) beeinflussen mindestens sieben Faktoren das Körperbild (Body Image) Dabei geht es auch um eine emotionale Bewertung des eigenen Körpers, um Emotionsregulation, welche wiederum in enger Verbindung mit unserem Ess- und Bewegungsverhalten steht. Auch müssen aus psychischer Perspektive gerade im Jugendalter hohe Akzeptanz- und Anpassungsleistungen an den veränderten Körper erbracht werden, welche wiederum oft im Widerspruch zu Normen und Idealbildern stehen.  Das Projekt BodyTalk PEP regt junge Menschen in einer Zeit, in der Figur und Gewicht überall thematisiert werden, zu Diskussionen im Sinne einer kritischen Auseinandersetzung mit Normen und körperorientierten Leistungsidealen an und ermuntert zu persönlichen und vielfältigen Definitionen von Schönheit, Körperzufriedenheit und damit zu einem selbstbewussteren Umgang mit sich selbst.  Papperla PEP hat seit 2008 didaktische Anregungen für Kinder (0-8 Jahre alt) und ihre Bezugpersonen entwickelt und publiziert (Schulverlag 2010). Das Projekt fördert durch Weiterbildung von MultiplikatorInnen, Prozessbegleitung, Supervision und Elternarbeit ganzheitliche Lernprozesse und vermittelt Erfahrungsräume im Umgang mit Gefühlen. Erwachsene und Kinder werden darin unterstützt, ihre Gefühle wahrzunehmen, Empfindungen im Körper zu lokalisieren und aufmerksam zu sein dafür, wie Gefühle sich verändern. Achtsam Gefühle auszudrücken und zu regulieren und Impulse zu kontrollieren wird so auch im Alltag als Kompetenz erfahren.  Erfolgreiches Lernen geschieht weniger als bisher angenommen durch Nachahmung, sondern durch Problemlösung, durch eine aktive, sinnlich und emotional motivierte und gut abgestimmte Auseinandersetzung mit der Umwelt. Kinder benötigen dazu ein sensomotorisch anregendes Umfeld. Sie brauchen die Freiheit, ihre Umgebung möglichst angst- und stressfrei zu erkunden, begleitet von Erwachsenen, die auf ihre Bedürfnisse aufmerksam und mitfühlend eingehen. Die Kinder lernen, dass angenehme wie unangenehme Erfahrungen zum Leben gehören und erleben einen konstruktiven Umgang auch mit Belastungen. Auf diese Weise wird ihre Resilienz und Stressbewältigung gefördert.